31.05.2023    1 Bild

Einführung von Whistleblowing-Systemen in der Praxis: Studierende planen um die Wette

Erfolgreiche Zusammenarbeit von FH Campus Wien und IIA Austria – Auszeichnung für Risikomanager:innen von morgen
© FH Campus Wien/Schedl

v. l. n. r.: Josef Ruh (FH Campus Wien), Eva Weiszgerber (AMS), Gewinner:innen Jürgen Gumprecht, Daniela Kirchmeir und Kerstin Schubert sowie Thomas Schwalb (IIA Austria)

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Zum dritten Mal in Folge stellten sich Studierende im Abschlusssemester des Masterstudiums Integriertes Risikomanagement an der FH Campus Wien einer praxisnahen Herausforderung: Was ist bei Einführung eines Whistleblower-Systems zu beachten? Nach der A1 im vergangenen Jahr unterstützte heuer das AMS die Challenge. Das Preisgeld sponserte auch in diesem Jahr das Institut für Interne Revision (IIA Austria).

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Zum dritten Mal in Folge stellten sich Studierende im Abschlusssemester des Masterstudiums Integriertes Risikomanagement an der FH Campus Wien einer praxisnahen Herausforderung: Was ist bei Einführung eines Whistleblower-Systems zu beachten? Nach der A1 im vergangenen Jahr unterstützte heuer das AMS die Challenge. Das Preisgeld sponserte auch in diesem Jahr das Institut für Interne Revision (IIA Austria).

Wien, 31. Mai 2023 – Das Institut für Interne Revision (IIA Austria) und die FH Campus Wien setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Ende April traten zum dritten Mal Studierende des berufsbegleitenden Masterstudiums Integriertes Risikomanagement im Rahmen eines Workshops gegeneinander an, um eine komplexe Praxisaufgabe zum Thema Hinweisgeber:innenschutz zu lösen. Als Partnerorganisation konnte in diesem Jahr das Arbeitsmarktservice Österreich (AMS) gewonnen werden.

Der Hinweisgeber:innenschutz bildet ein zentrales Element, um Missstände in Organisationen und Unternehmen aufzuzeigen und damit Transparenz zu schaffen. Für die Umsetzung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Einführung eines Whistleblower-Systems ist dabei der Schutz von Beschäftigten vor Repressalien eine wesentliche Voraussetzung.

Unternehmen und Studierende profitieren von der Challenge

Studiengangsleiter FH-Prof. DI Dr. Martin Langer stellt fest: „Die Zusammenarbeit bietet den Studierenden des Abschlussjahrganges die Möglichkeit ihre erlernten Kenntnisse in der Praxis anzuwenden. Unsere Kooperationspartner profitieren wiederum von den neuen Lösungsansätzen, und können in Folge ihre internen Prozesse weiter verbessern. Gemeinsam mit dem Institut für Interne Revision konnten wir mittlerweile zum dritten Mal die Praxisrelevanz unserer Studieninhalte unter Beweis stellen.“

Das Ziel der heurigen Challenge bestand darin, sich mit den gesetzlichen Grundlagen des Hinweisgeber:innenschutzes vertraut zu machen und darauf aufbauend eine Strategie zu entwicklen, wie ein Unternehmen wie das AMS ein anonymisiertes und sicheres Whistleblowing-System einführen kann. Dabei musste unter anderem der Prozess für den Informationsfluss, die Schulung der Beschäftigten, ein Konzept für interne und externe Kommunikation sowie die technischen Erfordernisse durch die Auswahl eines am Markt erhältlichen Tools festgelegt werden.

Beste Umsetzung: IIA Austria und AMS prämieren Siegerteam

Die beste Lösung für die gestellte Aufgabe fanden Roman Findernig, Daniela Kirchmeir, Jürgen Gumprecht und Kerstin Schubert. Mag. Eva Weiszgerber, Leiterin der Abteilung Revision der Bundesgeschäftsstelle des AMS Österreich: „Um ein Whistleblowing-System erfolgreich umzusetzen, bedarf es eines umfassenden Ansatzes, der sowohl das Know-how der gesetzlichen Rahmenbedingen als auch die prozessualen Anforderungen und den Schutz der meldenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gleichermaßen berücksichtigt. Es ist mir eine besondere Freude, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Challenge diesen Anspruch sehr gut erfüllt haben. Als AMS freuen wir uns über diese neuen Impulse und die gute Zusammenarbeit,“ so Weiszgerber.

In einer Siegerehrung an der FH Campus Wien wurden die Gewinnerinnen und Gewinner mit Urkunden und einem Preisgeld, zur Verfügung gestellt vom Institut für Interne Revision Österreich, ausgezeichnet.

Die Durchführung des heurigen Workshops zeigt für Thomas Schwalb, Geschäftsführer des Instituts für Interne Revision, die Aktualität von Whistleblowing: „Wenn sich Missstände häufen und am Ende öffentlich zu Tage treten, kann dies irreparable Schäden hinterlassen. Oft sind jene, die auf diese Umstände hinweisen am stärksten in Mitleidenschaft gezogen.“ Um solche Szenarien zu vermeiden, bedarf es einer klaren Prozessdefinition, um den Schutz von Hinweisgeberinnen und Hinweisgebern sicherzustellen. „Wie in den letzten Jahren unterstützen wir die Challenge und gratulieren allen Gewinnerinnen und Gewinnern sehr herzlich“, so Schwalb abschließend.

Aufgrund des großen Erfolgs haben die FH Campus Wien und das IIA Austria beschlossen, das Projekt auch 2024 weiterzuführen. Dafür wird auch wieder ein Wirtschaftspartner gesucht, der für die herausfordernde Aufgabenstellung sorgt. Interessierte Unternehmen wenden sich bitte an institut@internerevision.at

Neue Plattform und Mentoringprogramm „New Auditors“ zur Nachwuchsförderung

Erst kürzlich hat Institut für Interne Revision zudem eine Nachwuchsoffensive gestartet, um das Berufsbild bekannter zu machen: Auf www.new-auditors.at können Interessierte sich auch für ein kostenloses Mentoringprogramm anmelden. Das Angebot richtet sich an Studienanfängerinnen und Studienanfänger ebenso wie an Studierende, die bereits kurz vor ihrem Abschluss stehen und mehr über die Tätigkeiten und Möglichkeiten im Bereich des Internal Audit erfahren möchten. Ebenso eignet sich das Mentoringprogramm für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, etwa aus den Bereichen Mathematik, Physik, Bauingenieurswesen und insbesondere Informatik und Wirtschaftsinformatik.



Rückfragehinweis
The Skills Group
Elise Ryba
ryba@skills.at
T: +43 1 505 26 25 27
www.skills.at

FH Campus Wien
Franziska Salcher, MA
franziska.salcher@fh-campuswien.ac.at
T: +43 1 606 68 77 6426
www.fh-campuswien.ac.at


Über das Institut für Interne Revision – IIA Austria
Das Institut für Interne Revision (www.internerevision.at), zielt gemeinnützig auf die Förderung und Entwicklung der Internen Revision in Österreich ab. Die Tätigkeiten des Instituts mit Sitz in Wien sind nicht auf Gewinn ausgerichtet, sondern gemeinnützig und unpolitisch. Zu seinen Hauptaufgaben zählen der nationale und internationale Erfahrungsaustausch, die Information über Interne Revision, die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis, sowie die Erarbeitung und laufende Adaptierung von Grundsätzen und Methoden. Ein wesentliches Ziel ist auch die Weiterbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Internen Revision im Rahmen der Akademie für Interne Revision. Das Institut zählt derzeit rund 2.000 Mitglieder aus allen Sparten der österreichischen Wirtschaft.


Über FH Campus Wien – Hochschule für Zukunftsthemen
Mit über 8.000 Studierenden an drei Standorten und fünf Kooperationsstandorten ist die FH Campus Wien die größte Fachhochschule Österreichs. In den Departments Angewandte Pflegewissenschaft, Applied Life Sciences, Bauen und Gestalten, Gesundheitswissenschaften, Soziales, Technik sowie Verwaltung, Wirtschaft, Sicherheit, Politik steht ein Angebot von mehr als 60 Studien- und Lehrgängen in berufsbegleitender und Vollzeit-Form zur Auswahl. Anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung wird in neun fachspezifischen Kompetenzzentren gebündelt. Fort- und Weiterbildung in Form von Seminaren, Modulen und Zertifikatsprogrammen deckt die Fachhochschule über die Campus Wien Academy ab. Die FH Campus Wien ist Gründungsmitglied im Bündnis Nachhaltige Hochschulen.