Trotz bewaffneter Konflikte und steigender Kosten bleibt die Reiselust in Österreich ungebrochen. Das zeigt die 25. Ausgabe des Europ Assistance Urlaubsbarometers, eine internationale Studie zu Reiseplänen und -trends. Sicherheit und Kosten sind 2026 die zentralen Entscheidungskriterien, wenn es um Urlaubsreisen geht.Wien, 28. April 2026 – Nach den Rekordwerten des Vorjahres haben sich die Reiseabsichten im Jahr 2026 auf einem hohen Niveau stabilisiert. Weltweit freuen sich 8 von 10 Befragten auf Urlaubsreisen in diesem Jahr – so auch in Österreich. Ganze 80 Prozent der Österreicher_innen bezeichnen sich weiterhin als reisebegeistert,
43 Prozent sogar als „sehr begeistert“. In Zeiten, in denen Kriege, geopolitische Spannungen und steigende Kosten den Alltag prägen, bleibt der Urlaub ein wichtiger Fixpunkt.
Der im letzten Jahr erreichte
Höchststand bleibt also stabil – trotz eines instabilen globalen geopolitischen Umfelds und trotz der weiterhin weltweit hohen Lebenshaltungskosten. Die Hälfte der europäischen Reisenden plant sogar ihr Urlaubsbudget im Vergleich zum Vorjahr zu erhöhen.
Die wichtigsten Urlaubstrends 2026Dennoch zeichnet sich bei der Reiseentscheidung eine neue Realität ab. Sicherheit ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Planung einer Reise. Zusammen mit Sorgen in Bezug auf Inflation und gestiegene Preise ist es vor allem der Anstieg an bewaffneten Konflikten weltweit, der die Reisebegeisterung dämpft. In Europa nennen 30 Prozent der Befragten die Sicherheit als einen der Gründe für die Wahl eines Reiseziels – dieser Trend ist auch in Österreich (29 %) zu beobachten.
Da
Reiseziele stark nach Sicherheitsaspekten ausgewählt werden, sind es durch die Krise im Nahen Osten betroffene Länder und Länder in der Region, die für österreichische Reisende als Urlaubsländer nicht in Frage kommen:
- Afghanistan (18 %)
- Iran (16 %)
- die USA (14 %)
- Israel (14 %)
- Russland (9 %)
- Vereinigte Arabische Emirate (6 %)
Außerdem
verliert Asien als Reisezielregion bei den Europäern an Boden: Es wird nur noch von 7 Prozent der Befragten genannt, was einem deutlichen Rückgang um 8 Prozentpunkte entspricht. Auch das hängt direkt mit dem Konflikt im Iran zusammen und speziell mit den daraus resultierenden Störungen, von denen mehrere große
Flughafen-Drehkreuze am Golf betroffen sind.
Der Blick zurück unterstreicht diesen Trend: Bereits im Vorjahr dominierten die damals aktuellen Krisenherde die Reisepräferenzen der Österreicher_innen. Destinationen wie Russland, die Ukraine und Israel wurden angesichts der geopolitischen Lage 2025 klar gemieden.
Wohin geht die Reise?Mehr als ein Drittel der reisefreudigen Österreicher_innen (36 %) plant einen Urlaub im Inland. Bei denen, die es ins Ausland zieht, sind die Mittelmeer-Klassiker am beliebtesten:
- Italien (23 %)
- Kroatien (15 %)
- Griechenland (12 %)
Damit liegt Österreich im europäischen Trend, der Italien, gefolgt von Spanien, Frankreich und Griechenland als die weltweit beliebtesten Ziele bestätigt. Die stärksten Faktoren bei der Wahl des Reiseziels sind das Wetter, bereits einmal dort gewesen zu sein und die Sicherheit vor Ort. Das wird auch durch die idealen Urlaubsziele unterstrichen – während 19 Prozent in die Berge, 21 Prozent aufs Land und 25 Prozent in eine Stadt wollen, zieht es deutliche 63 Prozent ans Meer (Mehrfachnennung möglich).
Höhere Urlaubskosten werden erwartetDas geplante
Urlaubsbudget in Österreich liegt 2026 bei durchschnittlich 2.489 Euro. Damit übersteigen die geplanten Ausgaben klar den europäischen Schnitt von 2.089 Euro. Auch wenn das durchschnittliche Reisebudget im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken ist – 2025 lag es bei 2.584 Euro – rechnen 51 Prozent der Befragten mit leicht bis wesentlich höheren Ausgaben. Finanzielle Gründe sind außerdem der Hauptfaktor dafür, den Sommerurlaub auszulassen.
KI im Trend – auch als Reiseleiter?Was 2025 noch ein Frühtrend war, hat 2026 die Nische verlassen: Künstliche Intelligenz etabliert sich zunehmend als Planungstool. 27 Prozent der Österreicher_innen haben KI bereits für ihre Urlaubsplanung genutzt (2025: 13 %). KI ist dabei in erster Linie ein
Recherchetool, etwa für Routen oder Aktivitäten. Gleichzeitig bleibt die Bereitschaft zur vollständigen Automatisierung gering: Nur 10 Prozent würden ihren gesamten Urlaub von einer KI buchen lassen, weitere 27 Prozent würden sich darauf einlassen, wenn sie vorab alles selbst prüfen und freigeben könnten.
Im internationalen Vergleich zeigen sich besonders
hohe Nutzungsraten in Asien und im Nahen Osten: In Indien haben bereits 69 Prozent KI für die Reisevorbereitung eingesetzt, in den Vereinigten Arabischen Emiraten 60 Prozent, in Malaysia und in Saudi Arabien 54 Prozent. Entsprechend groß ist dort auch die Offenheit für die zukünftige Nutzung, mit bis zu 79 Prozent in Indien und 70 Prozent im Nahen Osten, die sich vorstellen können, ihre Reiseplanung vollständig auf KI zu stützen.
Grünes Bewusstsein, andere Prioritäten Obwohl Nachhaltigkeit als Thema immer noch relevant ist, sind am Ende
Sicherheits- und Risikofragen sowie Kostenüberlegungen deutlich häufiger entscheidend. Unter den Themen, die die Reiselust der Österreicher_innen einschränken, rangiert der ökologische Impact des Reisens mit 38 Prozent weit hinter Inflation (73 %), Kriegen und bewaffneten Konflikten (63 %). Ist man unterwegs, stehen ebenfalls andere Themen im Vordergrund. Der eigene CO2-Fußabdruck beschäftigt rund ein Viertel der Österreicher_innen, liegt damit jedoch klar hinter einer Vielzahl an Sorgen im Hinblick auf Sicherheits-, Gesundheits- oder Wetterrisiken.
Bei der Wahl der Verkehrsmittel setzen die österreichischen Reisenden zum größten Teil auf das Flugzeug (50 %) und das eigene Auto (46 %), wobei auch ein Fünftel (20 %) die Bahn nutzt (Mehrfachnennung möglich).
Reisen ja, Risiko neinDer Wunsch nach Schutz ist hoch:
72 Prozent der Österreicher_innen sichern sich durch den Abschluss einer Reiseversicherung ab. Besonders der Verlust persönlicher Gegenstände, Unfälle oder Pannen sowie Krankheitsfälle sind abgedeckt, um eine Auszeit ohne Sorgen sicherzustellen, bei der im Ernstfall schnelle Hilfe gewährleistet ist.
ZITAT VIRGINIE BABINET, CEO TRAVEL INSURANCE & ASSISTANCE BEI EUROP ASSISTANCE“Aufbauend auf den Rekordwerten des Vorjahres ist die Reiselust trotz schwieriger Abwägungen und der weiterhin hohen Lebenshaltungskosten, die weltweit eine zentrale Rolle spielen, ungebrochen. Was sich jedoch verändert, ist die Reiselandschaft selbst. Sicherheitsaspekte beeinflussen die Wahl des Reiseziels immer stärker und Risikobewertungen bestimmen zunehmend die Entscheidungen. Gleichzeitig ist künstliche Intelligenz für einen wachsenden Anteil der Reisenden weltweit zu einem echten Planungsinstrument geworden und verzeichnet insbesondere in Schwellenländern und Wachstumsmärkten ein rasantes Wachstum“, sagt Virginie Babinet, CEO Travel Insurance & Assistance bei Europ Assistance.
EUROP ASSISTANCE URLAUBSBAROMETER 2026Für diese Online-Erhebung wurden zwischen dem 27. Februar und dem 7. April 2026 11.001 Personen aus Europa (Frankreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Italien, Spanien, Österreich, Belgien, der Schweiz, Polen, der Tschechischen Republik und Portugal) und 15.000 Personen außerhalb Europas vom internationalen Marktforschungsunternehmen Ipsos befragt. Die Stichprobe wurde nach dem Quotenverfahren zusammengestellt (Geschlecht, Alter und Beruf der Haupterwerbsperson bei vorheriger Unterteilung nach Region und Größe des Wohnorts).
EUROPÄISCHE REISEVERSICHERUNG
Die Europäische Reiseversicherung ist der größte österreichische Reiseversicherer und Teil der Generali Group. Die Generali Group ist eine der größten globalen Versicherungsgruppen und Vermögensverwalter. Sie wurde 1831 gegründet und ist in 50 Ländern mit Prämieneinnahmen von insgesamt 95,2 Milliarden Euro im Jahr 2024 vertreten. Mit mehr als 87.000 Mitarbeiter_innen, die 71 Millionen Kund_innen betreuen, nimmt die Generali eine führende Position in Europa ein.
EUROP ASSISTANCE
Die Europ Assistance Group wurde 1963 gegründet und ist Erfinder des Assistance-Konzepts. Folgend dem übergeordneten Anspruch und Leitbild von „You live, We Care“ bietet sie in den Bereichen Travel, Mobility, Home & Family, Health, Senior Care und Cyber innovative Serviceprodukte an, um Privat- und Firmenkunden maßgeschneiderte Lösungen in Notfällen und im Alltag zu liefern, die zu Sorgenfreiheit, Stressreduzierung und Zeitgewinn führen – 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr. Europ Assistance ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Generali-Group und arbeitet weltweit in über 200 Ländern mit über 750.000 Netzwerkpartnern zusammen.