25.09.2018

Österreicher über Herzklappenerkrankungen schlecht informiert

Herzklappen-Spezialist Edwards Lifesciences präsentiert Studie zur Herzgesundheit in Wien
Thoenes, Hengstenberg, Slupetzky - Herzklappenstudie

v.l.n.r.: Prof. Dr. Martin Thoenes, Medical Director Europe Edwards Lifesciences, Prof. Dr. Christian Hengstenberg, Leiter der Kardiologie am AKH Wien, Walter Slupetzky, Herzklappen-Patient

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Anlässlich des Weltherztags am 29. September hat Edwards Lifesciences das Wissen der Österreicher/innen über 60 Jahre zum Thema “Herzgesundheit” erhoben. Die Ergebnisse sind besorgniserregend: Obwohl 50 Prozent der Patienten mit unbehandelten Herzerkrankungen wie Aortenklappenstenose innerhalb von zwei Jahren sterben, kennen die meisten Befragten nicht einmal deren Namen. Eine Arzt-Patienten-Plattform soll nun das Bewusstsein für Herzklappenerkrankungen erhöhen. Unterstützt wird diese Initiative vom Leiter der Kardiologie am AKH, Univ. Prof. Dr. Christian Hengstenberg, sowie vom Präsidenten des österreichischen Herzfonds, Univ. Prof. Dr. Otmar Pachinger.
 
Wien, 26. September 2018 – Schätzungen zufolge könnten in Österreich bis zu 115.000 der über 65-Jährigen (7 %) von einer Aortenklappenstenose betroffen sein. Wird die Krankheit frühzeitig erkannt und behandelt, können Betroffene nach der Operation ein längeres Leben in besserer Qualität weiterführen. Das setzt jedoch Wissen über die Herzgesundheit voraus. Edwards Lifesciences, weltweit führender Anbieter in der Herzklappenforschung, hat in Kooperation mit Univ. Prof. Dr. Christian Hengstenberg, Leiter der Abteilung Kardiologie an der Universitätsklinik Wien, eine Umfrage unter 1001 Österreichern über 60 Jahre im Zeitraum Juli/August 2018 durchgeführt. „Das Bewusstsein für Symptome von Erkrankungen ist der erste Schritt zur Heilung. Nur wer weiß, worauf er achten muss, kann rechtzeitig einen Arzt aufsuchen“, so Prof. Martin Thoenes, Medical Director Europe bei Edwards Lifesciences, über die Motivation zur Studie. 
 
Krebs, Alzheimer und Schlaganfälle ängstigen heimische Senioren
 
Die Sorge der Österreicher um Herzklappenkrankheiten ist im Vergleich zum Risikopotenzial schwach ausgeprägt. Knapp ein Viertel der Befragten (24,1 %) gibt an, sich am meisten vor einer Krebserkrankung zu fürchten. Alzheimer liegt auf Platz zwei (18,8 %), dicht gefolgt von Schlaganfällen mit 15,1 %. Herzinfarkt ist ein Angstfaktor für 7,9 %, aber weniger als 2 % der Befragten machen sich Sorgen über Herzklappenerkrankungen (1,6 %). Während das allgemeine Bewusstsein für diese Krankheit sehr gering ist, ist es bei Männern allerdings fast dreimal so hoch ausgeprägt wie bei Frauen (2,2 % vs. 0,8 %).
 
Großteil kennt Aortenklappenstenose nicht
 
Herzerkrankungen wie Herzstillstand sind mehr als einem Drittel (36,9 %) der Befragten bekannt, Herzinfarkt sogar drei Viertel (76,7 %) der Senioren. Mit Herzklappenerkrankungen kann jedoch nur jeder Dritte (29,5 %) etwas anfangen, auch wenn statistisch 13 % der über 75-Jährigen betroffen sind. Alarmierende 93 % der Befragten kennen den Begriff Aortenklappenstenose nicht, obwohl es die häufigste Art der Herzklappenerkrankung ist. Im ländlichen Raum ist das Bewusstsein für Herzklappenerkrankungen mit 35,1 % deutlich höher als in Städten (24,7 %).
 
Nicht nur in Bezug auf die Krankheiten selbst mangelt es an Bewusstsein, sondern in Folge auch bei jenem zu den möglichen Behandlungsmethoden. Knapp ein Drittel (30,3 %) der Befragten ist fälschlicherweise der Meinung, dass Herzklappenerkrankungen mit Medikamenten behandelt werden können. Medikamente können zwar die Symptome der Erkrankung lindern, jedoch kann nur ein Klappenersatz oder eine Reparatur die Erkrankung wirksam behandeln. 36,9 % der Befragten kennen überhaupt keine Behandlungsmethode.
 
Herz-Stethoskop-Untersuchungen gehören dazu
 
Symptome wie Schwindel, Kurzatmigkeit, Brustschmerzen und Erschöpfung sollten jedenfalls ernst genommen werden: sie können auch Anzeichen von Herzklappenerkrankungen sein. Patienten über 65 Jahre, die solche Anzeichen bereits bemerkt haben, sollten ihren behandelnden Arzt unbedingt auf eine regelmäßige Herz-Stethoskop-Untersuchung ansprechen. Diese ist der effektivste und effizienteste Weg, Herzklappenerkrankungen frühzeitig zu erkennen.
 
Christian Hengstenberg, Leiter der Kardiologie an der Universitätsklinik Wien und dem AKH, sieht Aufholbedarf bei Ärzten wie bei Patienten: „Wissen, Vorbeugen und Heilen in dieser Reihenfolge sind die Eckpfeiler einer gesunden Gesellschaft. Wer informiert ist, kann die Signale des Körpers besser deuten und damit sein Leben möglicherweise deutlich verlängern. Aber auch als Ärzte müssen wir augenscheinlich mehr als bisher tun, um erste Anzeichen von Herzklappenerkrankungen rechtzeitig zu diagnostizieren.“ 
 
Bei Aortenstenose gibt es (in Österreich) zwei mögliche Arten der Behandlung. Zum einen den schonenden Eingriff mittels Knopfloch-Chirurgie (TAVI) und zum anderen die Operation am offenen Herzen. Ein Aortenklappenersatz kann den Krankheitsverlauf der Patienten enorm verbessern und die Lebenserwartung steigern. Eine Heilung durch medikamentöse Behandlung ist nicht möglich.
 
Arzt-Patienten-Plattform zur Aortenklappenstenose ins Leben gerufen
 
Um ein besseres Bewusstsein der Bevölkerung zum Thema Herzklappenerkrankung zu vermitteln, ruft Prof. Hengstenberg mit der Unterstützung von Edwards Lifesciences eine Arzt-Patienten-Plattform ins Leben. Ziel ist es, das Bewusstsein zu Symptomen, Diagnose und Behandlung von Herzklappenerkrankungen bei der Altersgruppe 65+ zu erhöhen, damit jeder Patient die richtige Behandlung zum richtigen Zeitpunkt erhält. Univ. Prof. Dr. Otmar Pachinger, ehemaliger Leiter der MedUni Innsbruck und Präsident des österreichischen Herzfonds, unterstützt ebenso diese Aufklärungsinitiative. 
 
„Als Präsident des österreichischen Herzfonds stehe ich zu unserem Motto ‚Schach dem Herztod‘. Ich freue mich daher, Teil einer Initiative zu sein, die einen weiteren Zug in die richtige Richtung führt. Mit einer Herzklappen Arzt-Patienten-Plattform können wir vielen Menschen helfen“, ist Univ. Prof. Dr. Pachinger überzeugt. 
 
„Wir laden Ärzte, Patienten und Unternehmen, die in diesem Bereich etwas beitragen möchten, herzlich ein, Teil der Initiative zu werden. Interessenten können sich per Mail an herzklappe@skills.at wenden“, so Prof. Dr. Hengstenberg. 
 
 
Download Präsentation mit Studienergebnissen: https://bit.ly/2pyMert
 
Studie „Herzgesundheit 2018“: Online-Umfrage mit 1.001 Teilnehmern in der Altersgruppe 60+ Jahre. Durchgeführt in Österreich im Zeitraum Juli/August 2018 von Edwards Lifesciences. 
 
 
Über Edwards Lifesciences 
Edwards Lifesciences mit Sitz in Irvine, Kalifornien, ist weltweit führend bei patientenorientierten medizinischen Innovationen für strukturelle Herzerkrankungen sowie bei der Intensivmedizin und der chirurgischen Überwachung. Angetrieben von der Leidenschaft, Patienten zu helfen, arbeitet das Unternehmen mit den weltweit führenden Klinikern und Forschern zusammen, um unerfüllte Gesundheitsbedürfnisse zu befriedigen, die Ergebnisse der Patienten zu verbessern und ihre Lebensqualität zu erhöhen. Für weitere Informationen besuchen Sie 
 
www.edwards.com  und folgen Sie uns auf Twitter @EdwardsLifesci.
 
Rückfragenhinweis:
Mag. Barbara Brunsteiner
The Skills Group
T: 01 505 2625 30 
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