10.10.2017

Weiterhin positive Entwicklung der Pensionskassen- Performance im Jahr 2017

Zum Ende des dritten Quartals bringt das Veranlagungsmanagement ein Plus von 4,3 Prozent
Portrait Mag. Andreas Zakostelsky

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Die gute Entwicklung der Veranlagung der österreichischen Pensionskassen im laufenden Jahr hat sich auch im dritten Quartal fortgesetzt. Zum Ende des Quartals erzielten die Pensionskassen ein Veranlagungsergebnis von plus 4,3 Prozent. Eine positive Entwicklung trotz eines schwachen Sommers auf den internationalen Finanzmärkten. Generell positiv ist auch die Einstellung der meisten im Parlament vertretenen Parteien zum Pensionskassensystem. Das ist das Ergebnis einer Befragung, die der Fachverband der Pensionskassen im Vorfeld der Nationalratswahl durchgeführt hat.

„Nach einem etwas schwächeren Sommer auf den Finanzmärkten konnten unsere Anlageexperten den sich stark entwickelnden September gut nutzen. Mit einem Plus von 4,3 Prozent zum Ende des dritten Quartals sind wir zuversichtlich, dass wir auch in diesem Jahr den langjährigen Trend unserer Performance bestätigen können“, erklärt Mag. Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbandes der Pensionskassen. „Mit rund plus 5,5 Prozent pro Jahr seit dem Start des österreichischen Pensionskassensystems vor 27 Jahren, liegen wir auch im Vergleich mit allen anderen Veranlagungsformen mit an der Spitze“.

Mehrheit der Parteien sieht Pensionskassenlösungen als sinnvolle und etablierte Ergänzung der staatlichen Pension
Im Vorfeld der Nationalratswahl hat der Fachverband im Rahmen einer Befragung Stellungnahmen aller im Parlament vertreten Parteien zur betrieblichen Altersvorsorge eingeholt. Die große Mehrheit der befragten Parteien betrachtet das österreichische Pensionssystem mittlerweile in seiner Gesamtheit – im Zusammenwirken aller drei Säulen. SPÖ, ÖVP, FPÖ und NEOS sehen Pensionskassenlösungen als etablierte Ergänzung der staatlichen Pension.

Bundeskanzler Christian Kern betont, dass der 2. und 3. Säule der Altersvorsorge, also den betrieblichen und privaten Rentenmodellen im Verhältnis zur 1. Säule eine ergänzende, aber keinesfalls ersetzende Funktion zukommt. „Ich stehe einer Öffnung der Kollektivverträge für die Regelung von Pensionskassenzusagen grundsätzlich positiv gegenüber. Ganz wesentlich bei dieser Frage ist allerdings für mich, dass die wesentlichen Kollektivvertragspartner einer derartigen Öffnung der Regelungsbefugnis des Kollektivvertrages auch zustimmen“, ergänzt Kern.
ÖVP-Chef Sebastian Kurz sieht das heimische Pensionssystem vor großen Herausforderungen: „Wir haben ein Pensionssystem, das auf drei Säulen steht – die zweite und dritte sehen wir als wichtige Ergänzung zur ersten. Hier sollte man die betriebliche Altersvorsorge weiter ausbauen und durch Anreize attraktiveren“, so Sebastian Kurz, und ergänzt: „Um die betriebliche Altersvorsorge auszuweiten, ist die Aufnahme in Kollektivverträge ein gutes Mittel. Die konkrete Ausgestaltung liegt aber bei den Sozialpartnern. Zusätzlich bieten Lösungen auf betrieblicher Ebene eine mögliche Option.“
Für die FPÖ sagt Heinz-Christian Strache: „Die zweite und dritte Säule soll die erste Säule ergänzen, aber nicht substituieren. Diese Ergänzung wird von der FPÖ unterstützt.“ Eine allfällige Verankerung von Firmenpensionen im Kollektivvertrag muss branchenspezifisch in den einzelnen Wirtschaftszweigen geregelt werden.“ Gerald Loacker, NEOS: „Ja, ich bin für die Ergänzung der gesetzlichen Pension durch die betriebliche zweite, sowie private dritte Säule. Die zweite und dritte Säule sind in Österreich unterentwickelt.“ Ablehnung kommt von den Grünen: Ulrike Lunacek lehnt kapitalgedeckte Zusatzvorsorge
ab. „Die notwendige Sicherheit, die Menschen im Alter benötigen, kann nur durch staatliche Garantien hergestellt werden. Private sogenannte Vorsorgemodelle sind nicht geeignet, existenzielle Sicherheit zu bieten.“ Ebenso ablehnend steht die Liste Pilz der privatwirtschaftlichen Zusatzvorsorge gegenüber. Peter Pilz: „Die Sicherung von Pensionen und die Vermeidung von Altersarmut sind eine öffentliche Aufgabe.“

Drei-Säulen-Pensionsmodell fernab von ideologischen Debatten
„Ich freue mich, dass eine absolute Mehrheit der österreichischen Parteien eine klare Vorstellung hat, wie ein starkes österreichisches Pensionssystem in Zukunft aussehen kann: Eine stabile staatliche Grundsicherung und gut ausgebaute ergänzende betriebliche und private Angebote. Seitens unserer nächsten Bundesregierung, aber auch bei allen anderen Politikern und Politikerinnen sowie Sozialpartnern ist nun der politische Wille gefragt, ein Konzept für ein integriertes Drei-Säulen-Zukunftsmodell fernab von ideologischen Debatten zu erarbeiten“, beschreibt Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbandes der Pensionskassen, den Weg zu einer gesicherten Erhaltung des Lebensstandards im Alter für möglichst alle Österreicherinnen und Österreicher.

Der Pensionskassenbrief 3/2017 mit detaillierten Informationen und Kommentaren zum Download:

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